Die Intranet-Fähigkeit
Die ursprünglich für iQ-Basis zugrundegelegte Informationstechnologie baut auf dem Client-Server-Konzept auf, jedoch bereits in einem wesentlich breiteren Umfang als beim Mitbewerb:
iQ-Basis ist auf den meisten Betriebssystemen und Datenbanken einsetzbar (vergl. Produktbeschreibung iQ-Basis-Grundsätze). Es können gleichzeitig mehrere Datenbanken unterschiedlicher Hersteller an verschiedensten Orten eingebunden werden. Dieses ist eine fundamentale Voraussetzung für den konzernweiten Einsatz eines CAQ-Systems auf allen hierachischen Ebenen.
Die Ausdehnung auf einfachere Browser-Techniken im Inter- und Intra-Net ist ein weiterer Schritt der AHP, die wirtschaftlichsten Lösungen für den Einsatz von iQ-Basis zu gewährleisten.
Die technische Verwendung des Intranets durch iQ-Basis
iQ-Basis kann uneingeschränkt im Intranet an allen DV-gestützten Arbeitsplätzen, auf denen ein Internet-Browser vorhanden ist, aufgerufen werden. Dafür ist ein spezieller JTI-Server (Java Thin-Client Interface, eine Komponente des von uns verwendeten Entwicklungssystems Uniface der Fa. Compuware) erforderlich. Die Verfügbarkeit eines Internet-Browsers ist allein ausreichend, um über den vollen Leistungsumfang von iQ-Basis zu verfügen.
Vergleich alte / neue Technologie
| klassischer (fat) Client | Intranet (thin) Client | |
|---|---|---|
| Programmablauf von iQ-Basis auf jedem Rechner (Unix, MS-NT, usw.); erheblicher Installations- und Betreuungsaufwand | keine zusätzlichen Aufwände | |
| trotzdem Internet Browser fast immer vorhanden (mit Betriebssystem installiert) | Internet Browser vorhanden | |
| Betreuung der iQ-Basis Installation in jedem Werk | Installation von iQ-Basis auf einem Server (Uniface) Betreuung vernachlässigbar |
|
| Benutzeroberfläche auf die Anwendung ausgelegt | Oberfläche genau die gleiche, keinerlei WEB-bedingte Simplifizierung, optimale Darstellung | |
| Nutzung innerhalb eines Werkes gute Performance (nur LAN) | mit dem JTI-Server bleibt man auf Werksebene auch ausschließlich im LAN, gleich gute Performance | |
| Arbeitsablauf erfolgt prozessorientiert | kein Unterschied | |
| es kann nur an den Arbeitsplätzen, an denen iQ-Basis installiert ist, auf die Anwendung zugegriffen werden | von jedem PC mit Browser möglich, aber natürlich volle Wahrung der Benutzerberechtigung | |
| Einbeziehung neuer Arbeitsplätze verlangt administrative Maßnahmen der DV | die Arbeit kann sofort aufgenommen werden | |
| Anwendungen müssen speziell entwickelt werden | es sind keinerlei Neuentwicklungen für iQ-Basis erforderlich | |
| wenn ein neues Betriebssystem für Clienten installiert wird, sind auch die iQ-Basis-Programme neu zuinstallieren | entfällt vollständig |
Die Uniface Architektur
In der Abbildung sind die einzelnen Uniface Server dargestellt.
Auf dem Application Server können vom Dialog gekapselte Programme ablaufen, z.B.:
- die im Hintergrund ablaufenden Programme einer großen Auswertung
- die Prüfauftragsorganisation, soweit sie ohne weitere Informationen des Benutzers auskommt
- im Hintergrund laufender Datenaustausch mit ERP- oder Subsystemen
Vorteil: Wenn die DB auf dem gleichen Server liegt müssen die auszuwertenden Daten nicht über das LAN gesendet werden
Der Poly-Server gewährleistet die gleichzeitige Benutzung unterschiedlichster Datenbank-Systeme auf verschiedenen Rechnern (verteilte DBs).
- wichtige Leistung ist für die Konzernfähigkeit jedes CAQ-Systems: in den global verteilten Werken werden mehrere unterschiedliche ERP-Systeme eingesetzt
- die Masse der Qualitätsdaten hat nur lokale Bedeutung, z.B. die Urwerte von Messautomaten für unmittelbare Auswertungen
- die Stammdaten werden teilweise global (z.B. Lieferanten) teilweise lokal (z.B. 100.000 Prüfmittel eines Werkes) gehalten usw.
Der Component Server wird für Programme eingesetzt, die nicht mit dem Entwicklungstool Uniface erstellt wurden.
Der JTI-Server ist das Bindeglied zwischen den vorher beschriebenen Servern und den Intranet-Anwendern. Die in das LAN gebundenen PC-Plätze mit dem fat Client, auf dem also die Programme in klassischer Art zur Ausführung kommen, bleiben davon unberührt.
Wesentliche Intranet-Vorteile für ein globales Management
Der Globalisierungsprozess gilt auch für die konzernweite Zusammenführung aller Management-Informationen in der Qualitätssicherung.
Die werksüberschreitende Mobilität des einzelnen Mitarbeiters wird erhöht. Er benötigt kurzfristig nur einen PC mit Intranet-Zugang und WEB-Browser, für den vollen Zugang zu den Qualitäts-Daten in seinem Werk.
Technische Veränderungen im Netzwerk betreffen niemanden. Die Netzbelastung wird zusätzlich dadurch reduziert, indem nur der Bildschirminhalt als Bildinformation übertragen wird.
Das Qualitäts-Management kann bei der Auslagerung von Geschäftsprozessen schnell reagieren. Entwicklungsunterlagen, FMEAs, Control- und Prüfpläne usw. der ausgelagerten Produktion stehen von der ersten Minute an zur Verfügung.
Kunden (Beanstandungen, PPAP mit allen im DV-System vorhandenen Unterlagen, 8D-Report usw.) und Lieferanten (PPAP, 8D-Reports, Messwerte usw.) können mit der jeweiligen Autorisierung ohne DV-technische Klimmzüge Partner in der Nutzung von iQ-Basis werden.
Die Offenheit von iQ-Basis, verwirklicht in dem Modul iQ-GQI (vergl. Produktbeschreibung), erlaubt auch fremden CAQ-Systemen, die in einem Konzern möglicherweise vorhanden sind, die standardisierte Bereitstellung von Qualitätsinformationen über das Intranet für die konzernweite Auswertung.