Die Wareneingangsprüfung
iQ-Basis bietet für den Qualitätskomplex Zukaufteile diverse Module mit unterschiedlichen Aufgaben und Qualitätsstrategien an. Die Komponente iQ-WEP erfüllt die klassischen Anforderungen an die Wareneingangsprüfung, die im Wesentlichen auf statistischen Verfahren beruhen.
Wesentliche WEP-Merkmale der Prüfplanung
- Prüfplanung für Teilevarianten
- Vorgaben für zusätzliche Lieferinformationen
- Serien Nr.
- Charge-Angaben
- Hersteller-Codes
- benutzerspezifische Angaben
- Vorgaben für die Dynamisierung der Stichproben auf Prüfvorgangsebene gelten für alle zum PVO gehörigen Merkmale
- auf Merkmalsebene werden die PVO-Vorgaben übersteuert
- es können alle Stichproben-Strategien frei durch den Benutzer erstellt werden
- Anzahl der Stichproben-Strategien unbeschränkt
- Anzahl der Prüfniveaus und Prüfschärfen unbeschränkt
- Skip-Steuerung je Merkmal
- Begrenzung der Dynamisierung auf eine schärfste/reduzierteste Prüfstufe
- Angabe der Startstufe
- Standardmäßig DIN/ISO 40080, DIN/ ISO 3951, BOSCH-Verfahren
- konstante Stichprobenumfänge möglich
- AQL-Vorgaben
Für ppm-Lieferungen und Null-Fehler-Strategien wurde u.a. die Komponente iQ-EWEP (ereignisgesteuerte Wareneingangsprüfung) entwickelt.
Die Prüfauftragsgenerierung
- online Kopplung zu diversen PPS-Systemen
- SAP R2/R3
- BIW SC 400/BRAIN5
- IBM COPICS
- sträßle, PSK
- diverse Kopplungen mit individuell entwickelten PPS-Systemen (AS/400, IBM-Großrechner, Siemens BS/2000)
- dynamischer Aufbau Material- und Lieferantenstamm, automatische Aktualisierung
- diverse Daten zu einer prüfpflichtigen Lieferung
- Soll-/Ist-Lieferdatum (Liefertreue)
- Soll-/Ist-Liefermenge (Mengentreue)
- alle Angaben zur Bestellung und Lieferung (Bewegungsdaten)
- zugelassene Hersteller
- Serien-Nummern des Herstellers
- Chargenangaben
- manuelles Erzeugen eines Wareneingangs-Prüfauftrages
- Verwendung WEP-Prüfplan, der dem Materialstamm zugeordnet ist (Mehrfachangaben von Prüfplänen oder sich überlappenden Änderungsständen möglich)
- Verwendung Globalprüfplan
- keine Angaben zum Prüfplan: System-Basis-Plan
Prüfauftragsbearbeitung
- Änderung des Prüfauftrages z.B. andere Prüfplatz-Zuweisung
- Änderungen Merkmalsattribute z.B. Spezifikationsgrenzen
- Hinzufügen ungeplanter Merkmale während der Prüfung
Prüfauftragssteuerung
- Zuordnung von PVOs zu Prüfplatz-Gruppen
(maßliche Prüfungen, Laboreintragungen usw.) - oder zu einzelnen Prüfplätzen
(Profilprojektor, Reißfestigkeit) - Prüfdurchlaufzeiten
Prüfung
- Steuerung, z.B. Lieferanteninformation oder Prüfvorgaben zwingend oder auf Bedarf durch den Prüfer zur Kenntnis zu nehmen
- mögliche Zwangssteuerung zur textuellen Information bei Unregelmäßigkeiten
- Prüfumfangsvorgaben nach statistischer Ermittlung aufgrund der Historie je Merkmal
- Prüfumfang kann bei unsicherer Grenzlage überschritten werden, indem nach Erreichen der Stichprobe weitergeprüft wird
- Zusatzinformationen zur Prüfung wie im Prüfplan eingesteuert
- Zusatzinformationen zur Stichprobe
- Zusatzinformationen zum einzelnen Prüfling
- Unterscheidung interne/externe Information
- Prüfung von attributiven Merkmalen
- Angabe niO-Anteile zu Fehlerarten
- Angabe Fehlerart nach Fehlergruppe und Fehlercode
- Prüfung variabler Merkmale innerhalb Plausibilitäts-Grenzen, Toleranzgrenzen
- Prüfsteuerung
- prüfmittelgebunden (horizontal)
- prüflingsgebunden (vertikal)
- Selektion durch gezielte Auswahl eines Merkmals
- Bildprüfung
- Darstellung des Fehlerbereiches über eine Video-Fotografie (diverse erlaubte Bildformate)
- Darstellung von Grenzmustern
- Zooming-Funktion
- Fehlerentscheidung im direkten Vergleich
- Wissensbasis des Prüfers
- Prüfer baut eigenen Fehlerkatalog auf
- Fehlerbezug gilt für dieses Teil dieses Lieferanten; klassische Prüfplanung kennt nur vorher aufgestellte Fehlerkataloge
- Übersicht der bisher zu diesem Teil vom Prüfer erkannten Fehler als Hinweis
- Erkennen von Wiederholungsfehlern
- Erkennen der Aktualität des Fehlers
- Hinzufügen eines neuen Fehlers
- Hinzufügen ungeplanter Merkmale
Verwendungsentscheid
- Steuerung des automatischen Entscheides, wenn kein Fehler erkannt wurde
- im Fehlerfall zur Entscheidungsfindung zuerst eine allgemeine Analyse
- Darstellung der Liefer-Historie
- Darstellung des Prüfergebnisses merkmalsgenau
- übersichtliche Information zu individuellen Fehlerbeschreibungen
- statistische Auswertungen
- Verwendungsentscheid für Teilmengen (freigegeben, zurückliefern)
- Beanstandungsgrund je Teilmenge
- Disposition je Teilmenge
- Standardtexte zur Beanstandung der disponierten Menge für Prüfbericht an Lieferanten
- automatische Rückmeldung an das PPS-System
- umfassende Historie zur Lieferung
- gleichwertiger Eintrag einer Wareneingangsprüfung mit Erstmuster-, Nachprüfungen, Beanstandungen aus iQ-QMS
- merkmalsgenaue Dokumentation der Prüfungen (verdichtete Daten)
- dispositive Entscheidungen
- Historie auch für Lieferungen im Skiplot, Freigabe ohne Prüfung
Diverse weitere Funktionen zur Wareneingangsprüfung, die auch anteilig von der Komponente iQ-WEP genutzt werden können, werden in der Beschreibung iQ-PAUF erläutert.